Ein Erfahrungsbericht von Lars Pötzsch.
Ich bin erst in der zweiten Woche zum Gebirgsflugtraining in Sisteron dazugekommen und hatte dadurch insgesamt vier Flugtage. Für mich war es das erste Mal, im Ausland zu fliegen – und gleichzeitig das erste Mal richtig im Gebirge unterwegs zu sein. Entsprechend viele neue Eindrücke gab es in kurzer Zeit.
Schon die ersten Flüge haben gezeigt, wie anders das Fliegen in den Alpen ist. Hangflug kannte ich zwar bereits von der Bergstraße, aber die Aufwinde an den großen alpinen Hängen sind nochmal eine ganz andere Hausnummer. Entlang der Bergrücken zu fliegen und dabei die Energie des Hangs zu nutzen war ziemlich beeindruckend.
Ein besonderes Highlight war für mich der Wellenflug. Dabei kam auch zum ersten Mal Sauerstoff zum Einsatz. Am Ende ging es bis auf fast 6000 Meter Höhe – ein unglaubliches Gefühl, so hoch über den Alpen unterwegs zu sein.
In den wenigen Tagen konnte ich unglaublich viel mitnehmen. Durch die Unterstützung der Trainer und den Austausch im Team lernt man extrem schnell und bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie Hang-, Thermik- und Wellenflug im Gebirge zusammenspielen.
Ein persönliches Learning war für mich auch die Vorbereitung auf das Fliegen in so einer Region. Rückblickend hätte ich mich noch intensiver mit Karte und Außenlandemöglichkeiten beschäftigen können. Gerade am Anfang braucht man ein bisschen Zeit, um sich im Gelände zu orientieren. Wer sich vorher schon gut mit der Region auseinandersetzt – zum Beispiel mit Karte, Außenlandekatalog oder im Simulator – macht sich das Leben im Cockpit deutlich einfacher.
Für mich steht jedenfalls fest: Das wird nicht mein letzter Gebirgsflug gewesen sein. Vielen Dank an die Trainer und alle Beteiligten, die dieses Training möglich gemacht haben.
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